Das mobile Web boomt
Max Waldstein
Die Nutzung des Internets verändert sich noch schneller als von vielen gedacht. Eine Vielzahl an neuen Geräten löst lokale Desktop-Rechner und Notebooks als primäre Endgeräte für das Surfen im Netz zunehmend ab. Der PC-Markt stagniert während Smartphones und Tablets boomen. Fast wöchentlich gibt es neue Zahlen, die den Anteil der mobilen Internetnutzung immer noch höher setzen.
Smartphone und Tablet werden Standard
Laut Google Studie (hier kann man sich mit Googles Zahlen spielen: Our mobile planet) vom Mai haben 36 Prozent der Österreicher ein Smartphone in der Tasche. Beim MMA Communicaton Report 2012 geben sogar fast 70 Prozent der befragten Österreicher an ein Smartphone zu besitzen.
Und wer Smartphone und/oder Tablet besitzt, nutzt damit dann vor allem Internet. Laut Statistik Austria nutzen bereits 56 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen das Internet mobil außer Haus. Und davon benutzen fast 9% ein Tablet zum Surfen. Und es dürften mehr werden. 2016 sollen weltweit mehr Tablets über den Ladentisch wandern als Notebooks.
„Mobile First“ heißt die Devise
Die Riesen der Internetbranche, allen voran Google und Facebook stimmen ihre Strategien schon darauf ab. Microsoft hat sogar sein Kernprodukt Windows mit einer neuen Oberfläche der Nutzung auf mobilen Geräten angepasst.
Die mobile Nutzung auf Smartphones und Tablets rückt also in den Vordergrund. Mobile First heißt die neue Marschroute: Es wird nicht mehr länger in erster Linie für die Nutzung am Desktop entwickelt und dann der mobilen Nutzung angepasst. Es läuft jetzt genau anders herum.
Websites nicht für mobile Nutzung optimiert
Die meisten Websites aber sind noch nach wie vor für die klassische Nutzung am großen Bildschirm entwickelt. Auf kleinen Displays mobiler Geräte ist die Darstellung deshalb oft suboptimal – ganz zu schweigen von der Navigation. Was dann nicht gerade zum längeren Verbleib auf einer solchen Seiten einlädt.
Andere haben schon erkannt, wie wichtig die mobile Internetnutzung mittlerweile ist, und um wie viel wichtiger sie in Zukunft noch werden wird. Deshalb bieten Sie spezielle mobile Versionen ihres Webauftritts an.
Das ist ein Weg – aber oft nicht der Beste. Denn fast jede Woche kommen immer neue Geräte auf den Markt, mit verschiedenen Betriebssystemen und zig verschiedenen Bildschirmgrößen und Auflösungen. Die Erstellung einer optimalen Version für jedes Gerät ist also praktisch unmöglich.
Responsive Web Design
Die bessere Möglichkeit ist deshalb oft einen Webauftritt mit Hilfe von Responsive Web Design zu erstellen. Damit wird die Seite so konzipiert, designt und programmiert, dass sie sich den verschiedensten Ausgabegeräten anpassen kann. Entwicklung und Wartung einer speziellen mobilen Seite fallen weg, was eine erhebliche Kosteneinsparung mit sich bringt.
Beim Responsive Web Design wird schon bei Konzeption und Progammierung die Nutzung durch mobile Endgeräte mitgedacht. Das heißt alternative Anordnungen einzelner Elemente werden bedacht, alternative Darstellung von Navigationselemente mitkonzipiert. Dabei wird bei gutem “responsive” auch mitgedacht ob Inhalte bei unterschiedlichen Anzeige relevanter sein könnten. Unterwegs mit dem Samrtphone könnte also zum Beispiel ein Filialfinder oder die Kontaktdaten wichtiger sein, als bei der Ansicht am heimischen Rechner.
Bei der Programmierung werden im Code durch Mediaqueries Eigenschaften des Endgerätes abgefragt und “Sprungmarken” definiert, die dann die Darstellung bestimmen: Bis zu dieser Bildschirmbreite hat die Seite so auszusehen, ist das Display oder der Bildschirm schmäler, muss Folgendes verändert werden.
Die fertige Seite reagiert (responsive = auf jemanden eingehen) dann auf das Ausgabegerät und dessen Möglichkeiten. Die für das Gerät optimale Ansicht wird automatisch ausgewählt.
Während im anglo-amerikanischen Raum dieses bewährte Konzept schon weit verbreitet ist, gehört THIRD MAN im deutschsprachigen Raum zu den Vorreitern in diesem Gebiet.